... in der Schule habe ich ein Gedicht gelesen. Nicht alles in diesem Gedicht hat Relevanz, ich denke das weißt du; und das siehst du. Hier, für dich.
Du, der ichs nicht sage, daß ich bei Nacht
weinend liege,
deren Wesen mich Müde macht
wie eine Wiege.
Du, die mir nicht sagt, wenn sie wacht
meinetwillen:
wie, wenn wir diese Pracht
ohne zu stillen
in uns ertrügen?
(Sieh dir die Liebenden an,
wenn erst das Bekennen begann,
wie bald sie lügen.)
(Du machst mich allein. Dich einzig kann ich vertauschen.
Eine Weile bist dus, dann wieder ist es das Rauschen,
oder ist ein Duft ohne Rest.)
Ach, in den Armen hab ich sie alle verloren,
du nur, du wirst immer wieder geboren.
weil ich niemals dich anhielt, halt ich dich fest.
weinend liege,
deren Wesen mich Müde macht
wie eine Wiege.
Du, die mir nicht sagt, wenn sie wacht
meinetwillen:
wie, wenn wir diese Pracht
ohne zu stillen
in uns ertrügen?
(Sieh dir die Liebenden an,
wenn erst das Bekennen begann,
wie bald sie lügen.)
(Du machst mich allein. Dich einzig kann ich vertauschen.
Eine Weile bist dus, dann wieder ist es das Rauschen,
oder ist ein Duft ohne Rest.)
Ach, in den Armen hab ich sie alle verloren,
du nur, du wirst immer wieder geboren.
weil ich niemals dich anhielt, halt ich dich fest.
(geschrieben von Rainer Maria Rilke)
3 Kommentare:
schönes gedicht...
ja sehr schön, aber...
pracht is doch egentlich was gutes...... wieso ertragen?
find ich merkwürdig....
aber wirklich schön
nicenice...
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