...und sein Name war Pierre. Dieser Pierre war Fernfahrer und als einziger nicht funktioneller Analphabet in seiner Zunft als Außenseiter verschrien. Pierre war (und ich hoffe doch er ist!) ein belesener Mann, er liebte die Literatur in all seinen Formen, so facettenreich wie sie war.
Ich erlebte Pierre in einem schlechten Jahr (einem Jahr in dem die Parkplätze sonderbar leer erschienen); er schien mir aufgebracht. Schon lange betrieben wir Korrespondenz und auf meine Frage hin, was denn den Diesel in ihm zum Kochen brachte, schrieb er mir:
"Es gibt Menschen (einig ist man sich der Menschlichkeit jener Individuen nicht, aber wir nennen sie in diesem Zusammenhang so) die haben zwei Beine, mit Beschriftungen: Weihnachten, Ostern und zwischen den Feiertagen. Bei genauerer Betrachtung erkennt man zwei weitere Extremitäten, die Arme: asymmetrisch verziert mit horizontalen Narben; mal alt, mal frisch (hier kommt ein Faktor ins Spiel, den man in Fachkreisen den „Aufmerksamkeitsmeter“ nennt). Befestigt sind diese Gliedmaßen an einem Torso, geformt wie die Berge: grob, plump und gefangen in der Schwerkraft. Zugegebenermaßen müssen wir jenen Menschen auch einen Kopf eingestehen: dieser ist meistens behaart und hohl.
In solchen Personifizierungen schlechten Karmas keimt irgendwo in ihrer Gebärmutter des Sprachverständnisses ein Fötus, der sich in umständlichen Bahnen seinen Weg nach außen frisst: die Lyrik. Lyrik: ein stilvolles Mittel eine Nachricht, einen bestimmten Sachverhalt, einen Kontext, an den Mann zu bringen. Lyrik: leider auch das bevorzugte Medium vernarbter Charaktere ihre Emotionen in einem losen Text darzustellen.
Ein milder Versuch den eigenen „Aufmerksamkeitsmeter“ auf ein neues Level zu erheben. Wir erkennen diesen Menschen Willen an. Mut. Die Eigenschaft sich auf einen Kampf einzulassen. Wahrscheinlich sogar etwas Blutdurst. Trotzdem bleibt es nicht mehr als der Ansatz einer Konfrontation mit der eigenen Eloquenz: ich bin unfähig mich zu artikulieren, schreit der Geist, lass mich schlafen, posaunt er in das Ohr, nutzlos bin ich!
Tod und Verderben rufen sie alle. Liebe und Hoffnung intonieren sie. Krasse Kontrapunkte im Bass der Logik. Der Unwille sich zu entscheiden, das Balgen um die Aufmerksamkeit unbekannter treiben uns (euch!) in einen sich ständig reproduzierenden Zyklus der digitalen Manifestation von Gedankengut."
So schrieb Pierre.
In solchen Personifizierungen schlechten Karmas keimt irgendwo in ihrer Gebärmutter des Sprachverständnisses ein Fötus, der sich in umständlichen Bahnen seinen Weg nach außen frisst: die Lyrik. Lyrik: ein stilvolles Mittel eine Nachricht, einen bestimmten Sachverhalt, einen Kontext, an den Mann zu bringen. Lyrik: leider auch das bevorzugte Medium vernarbter Charaktere ihre Emotionen in einem losen Text darzustellen.
Ein milder Versuch den eigenen „Aufmerksamkeitsmeter“ auf ein neues Level zu erheben. Wir erkennen diesen Menschen Willen an. Mut. Die Eigenschaft sich auf einen Kampf einzulassen. Wahrscheinlich sogar etwas Blutdurst. Trotzdem bleibt es nicht mehr als der Ansatz einer Konfrontation mit der eigenen Eloquenz: ich bin unfähig mich zu artikulieren, schreit der Geist, lass mich schlafen, posaunt er in das Ohr, nutzlos bin ich!
Tod und Verderben rufen sie alle. Liebe und Hoffnung intonieren sie. Krasse Kontrapunkte im Bass der Logik. Der Unwille sich zu entscheiden, das Balgen um die Aufmerksamkeit unbekannter treiben uns (euch!) in einen sich ständig reproduzierenden Zyklus der digitalen Manifestation von Gedankengut."
So schrieb Pierre.
1 Kommentar:
naja...
nennen wir es
-ein bisschen-
gemein xD
nein...
nennen wir es
fies
richitg toll geschrieben ^^
bester eintrag bis jetzt hier
hach toll toll toll!!!!
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